Sonntag, 31. Mai 2015

Mexico 2015 / Honeymoon

Bis auf eine hartnäckige Erkältung, habe ich ausnahmslos positive Erinnerungen an Mexico. Mit unserem Hotel in Playa del Carmen hatten wir unglaubliches Glück. Uns erwartete täglich fabelhaftes Essen, das keine Wünsche übrig ließ. Unser Zimmer war großzügig und modern eingerichtet. Von der weitläufigen Pool-Landschaft und dem zauberhaften Palmen-Strand trennten uns nur wenige Meter.








Die ersten Tage waren wir relativ faul und ließen es uns am Meer oder an der Poolbar gut gehen. Mexico hat aber natürlich viel mehr zu bieten...










Wir mieteten für mehrere Tage einen kleinen Flitzer und besuchten die Maya-Ruinen von Coba und  Tulum. 
























Um zu schnorcheln verbrachten wir außerdem einen ganzen Tag im naturbelassenen Park Xel-Ha, wo es eine wunderschöne Unterwasserwelt zu entdecken gab. 






















Unvergesslich war auch der Ausflug zu Explor, wo wir atemberaubende Höhlen erforschten, die sich auf Bildern kaum festhalten ließen. Man muss es einfach live erleben. Besonders aufregend war es, sich hoch über den Bäumen über Seilbahnen in einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h fortzubewegen. Nichts für schwache Nerven!

Einen Tag nutzten wir, für einen Schnorchelausflug mit einem Boot auf dem offenen Meer. Starker Wellengang machte es jedoch schwer, das große Riff zu erkunden.




Ich war entzückt von der großartigen Tierwelt. Neben Nasenbären und knuffigen Agutis habe ich unzählige Leguane entdeckt. Außerdem durfte ich Bekanntschaft mit bunten Papageien, einem Tucan, einem frechen Affen und einem Löwenbaby machen.














Wir haben unglaublich sympathische, höfliche und hilfsbereite Menschen kennen gelernt, jeden Tag hervorragend gegessen und eine Menge Eindrücke und unvergessliche Erinnerungen mitgenommen. Ich habe mich trotz vorheriger Bedenken sehr wohl gefühlt und bin nur schweren Herzens nach insgesamt zwei Wochen wieder in den Flieger gestiegen. 

Mexico? Gerne wieder!!!


Montag, 25. Mai 2015

23. April 2015


Am Tag unserer Hochzeitsfeier lachte mich ein strahlendblauer Himmel an, als ich die Vorhänge unseres Hotelzimmerfensters aufriss. In dem Moment wusste ich: Dieser Tag wird großartig!

Gegen 9:00 Uhr gingen wir zum Frühstück und waren vollkommen relaxt. Meine Mama und die Stylisten waren um 11:00 Uhr vor Ort. Meine Friseurin Patricia zauberte mir eine richtige, pompöse Prinzessinnen-Frisur. Ihre Kollegin Dilara war für das Schminken zuständig. Mama überließ nichts dem Zufall, schaute den Mädels genau auf die Finger und sorgte dafür, dass sowohl Make Up als auch Haare perfekt saßen.

Als die Mädels um 13:00 Uhr weg waren, hatten wir genügend Zeit, uns anzuziehen. Zuerst machte sich Mama fertig und half mir anschließend mit Dennis ins Kleid. Als Letztes machte sich der Hase fertig. Dann holte er meinen wunderschönen Brautstrauß aus Pfingstrosen, der zwischenzeitlich mit unserer Blumendeko angeliefert worden war. Der Strauß war ein Traum - ich konnte mich daran nicht satt sehen.




Pünktlich um 14:00 Uhr trafen unsere Fotografen Katja und Tilo ein. Wir machten zuerst ein paar Bilder im bereits fertig geschmückten Festsaal, der umwerfend schön aussah.













Kurz daraufen fuhren wir zu unserer Shooting-Location im Grünen. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Alle waren erleichtert und begeistert, dass uns der April einen so wunderschönen Tag bescherte. Wir fotografierten auf einem asphaltierten Feldweg und später auf einer großen Wiese, mit tollem Weitblick. Katja und Tilo waren so unglaublich bemüht und hatten wahnsinnig tolle Ideen. Wir hätten uns kein besseres Fotografen-Team wünschen können!


























Kurz vor 16:00 Uhr kehrten wir zurück zum Hotel. Als alle Gäste in der Festscheune Platz genommen hatten, holte mich Dennis aus meinem Versteck. Als wir gemeinsam die Scheune betraten, ertönte die Instrumentalversion von „California“ von Phantom Planet. Die Blicke unserer Gäste waren alle auf uns gerichtet. Es war ein magischer Augenblick.




Lydia, unsere freie Sprecherin, begrüßte uns schließlich und unsere Trauzeugin Katharina sang das erste Lied - Chasing Cars von Snow Patrol - begleitet von E-Piano und Bratsche. Danach startete unsere Zeremonie. Lydia hat ihre Rede unglaublich persönlich, detailverliebt und unterhaltsam gestaltet. Sie erzählte viel über uns, unsere Interessen, unsere Gemeinsamkeiten, über unsere gemeinsame Vergangenheit und über unsere gemeinsamen Ziele im Leben. Nach unserem Sandritual, bei dem wir gemeinsam mit unseren Trauzeugen bunten Sand in einen kleinen Koffer schütteten, sang Katharina „1000 years“ von Christina Perri. Schließlich laß Lydia unser selbst geschriebenes Eheversprechen vor und wir gaben uns das Ja-Wort. Danach sang Katharina „Sag einfach ja“ von Tim Benzko, womit die Zeremonie abgeschlossen wurde.


















Auf der großzügigen Veranda der Festscheune mussten wir nun einen Baumstamm durchsägen. Das kostete mich Kraft, aber der Hase legte gut vor, sodass ich nicht viel leisten musste. 






Danach war das Eis gebrochen. Alle ablaudierten, es wurde Sekt gereicht und wir wurden von all unseren Gästen herzlich beglückwünscht. Ich freute mich riesig jeden einzelnen in den Arm zu nehmen und war überglücklich, dass alle gekommen waren.








Nach unzähligen Bildern mit der Familie und Freunden, durften wir Ballons in den Himmel steigen lassen. Ich freute mich sehr über die schöne Überraschung.





























Gegen 18:00 Uhr drängte der Zeitplan und wir machten uns gemeinsam mit unseren Gästen auf den Weg in den Festsaal. Auf den Tischen entdeckte ich plötzlich unsere Hochzeitszeitung! Heimlich hatte ich mir das sehr gewünscht und freute mir ein Loch in den Bauch, dass sich unsere Trauzeugen diese Mühe gemacht hatten.







Als alle Platz genommen hatten, hielt Dennis’ Patenonkel Jürgen eine schöne Rede. Und spontan beschloss auch mein Mann eine Rede zu halten. Er erzählte über unsere Verlobung in New York, unsere Hochzeit in Las Vegas und war dabei wirklich sehr witzig und unterhaltsam. Im Anschluss kündigte er die gemeinsame Vorspeise und das anschließende Buffet an.

Die Suppe wurde am Tisch serviert, sodass wir das Essen alle gleichzeitig beginnen konnten. Danach war ich eigentlich schon satt. Das Kleid bot nicht viel Platz für weiteres Essen. Nichts desto trotz stürmte unser Tisch traditionsgemäß als erstes das Buffet. Die Speisen sahen toll aus und waren sehr appetitlich angerichtet. Wir hörten nur Gutes über das Essen, was mich unglaublich beruhigte.

Als sich der Andrang am Buffet beruhigte, startete das Unterhaltungsprogramm. Unsere lieben Freunde Sandra und Simon hatten ein Spiel vorbereitet. Wir mussten im Wettkampf gegeneinander sägen, Nägel versenken und bohren. Ich als Braut durfte mit modernem Werkzeug arbeiten, während der Bräutigam mit einer alten, verrosteten Säge, einem winzigen Hammer und einem Handbohrer auskommen musste. Kein Wunder, dass ich das Spiel, mit Papas Unterstützung, haushoch gewann!






Nach dem Spiel wurde unsere wunderschöne, mit Rosen geschmückte, vierstöckige Hochzeitstorte serviert, die bei unseren Gästen ebenfalls sehr gut ankam. Außerdem wurde Erdbeerkuchen und Eis serviert.






Kurze Zeit später ging das Unterhaltungsprogramm weiter. Mein Trauzeuge Martin und Großcousin Iron hatten das „Sammelspiel“ vorbereitet. Wir hatten also wieder eine Competition und mussten bestimmte Gegenstände von unseren Gästen einholen und nach vorne bringen. Wer zuerst wieder da war, hatte gewonnen. Nach jeder Runde gab einen Gutschein für den Sieger, mit einer Dienstleistung, die der Verlierer erbringen musste. Das Spiel machte totalen Spaß, da alle Gäste großartig mitmachten und für super Stimmung sorgten.









Gegen 21:00 Uhr sollte die Party richtig losgehen. Es war an Zeit für unseren Eröffnungstanz. Alle Gäste versammelten sich rund um die Tanzfläche und „1.000 years“ von Christina Perri ertönte zum zweiten Mal an diesem Tag. Nun hieß es Augen zu und durch. Die Schrittfolge vom Wiener Walzer war erfreulicherweise kein Problem und auch wenn ich das ein oder andere mal auf meine Schleppe getreten bin, glaube ich, dass uns der Tanz insgesamt gut gelungen ist. Im Anschluss ertönte „Ein Hoch auf uns“ und ich forderte meinen Vater zum Tanz auf, während Dennis mit seiner Mutter tanzte. Nach und nach trauten sich immer mehr Gäste aufs Parkett.





Die Tanzfläche verließ ich eigentlich nur, um mit einigen Grüppchen einen Schnapps zu trinken. Und es floss viel Schapps. Ich freute mich unglaublich über den Tag, über all unsere Gäste, über die Tatsache, das wirklich alles reibungslos und wunderbar verlaufen war.










Mitten in der Nacht fiel uns ein, dass ich mein Strumpfband noch trug. Da ich unmöglich meinen wunderschönen, perfekten, einzigartigen, atemberaubenden... Brautstrauß werfen wollte, musste das Strumpfband für alle Singledamen- und Herren hinhalten. Warum denn auch nicht? Nachdem sich alle auf der Bühne versammelt hatten, ertönte „All the single Ladies“ und ich warf mein Strumpfband. Die liebe Anika machte das Rennen und freute sich riesig über ihren Fang!

Über den weiteren Verlauf des Abends kann ich keine Details mehr hervorbringen. Ich tanzte viel. Ich trank viel. Ich machte lustige Bilder mit unseren Gästen beim Foto-Booth.














Von meinem Reifrock hatten sich zwei Reifen gelöst, weil ich zu wild getanzt hatte. Mehrfach hatte jemand roten Berenzen über mein Kleid gekippt, was nicht schlimm war, weil es mit bisschen Wasser sofort weg gewischt werden konnte. Ein Hoch auf 100% Polyester!

Gegen 4:00 Uhr machte ich schlapp. Die meisten Gäste waren gegangen, doch der harte Kern blieb standhaft. Dennis war irgendwie nicht aufzufinden. Irgendwann beschloss ich schlafen zu gehen. Im Hotelzimmer angekommen schälte ich mich mit den letzten Kräften aus meinen Kleid. Im Bett löste ich im Halbschlaf Spange für Spange aus meinem Haar. Danach verfiel ich in einen tiefen Schlaf. Mein Mann hatte es erst um 7:00 Uhr ins Bett geschafft.

Um 11:00 Uhr wachten wir auf. Wir bestellen Tee und Kaffee aufs Zimmer und kamen langsam zu Kräften. Beide stellten wir fest, dass der Tag perfekt gewesen ist. Einfach nur perfekt!

Es war unser Tag.